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Unsere Titel des Monats

 

Uta Deitenberg empfiehlt:

 

Ruth Ware, Woman in Cabin 10

Die Reisejournalistin Lo Blacklock ist zur Jungfernfahrt auf einem kleinen Luxuskreuzfahrtschiff eingeladen. Ausgewählte Gäste und Journalisten sollen das Unternehmen ankurbeln. Wenige Tage vor Reisebeginn wird bei Lo eingebrochen, sie wird niedergeschlagen. Völlig gerädert tritt sie die Reise an, als sie bereits in der ersten Nacht seltsame Geräusche aus der Nachbarkabine hört. Ein lautes Platschen, am Geländer befinden sich Blutspuren. Ist jemand über Bord gegangen? Lo meldet den Vorfall dem Sicherheitsdienst, doch Kabine 10 ist laut Plan nicht belegt, obwohl Lo am Abend vorher in Kabine 10 eine Frau angetroffen hat. Niemand kennt diese Frau oder vermisst jemanden. Liegt es am Alkohol oder an ihren Tabletten oder hat Lo sich alles eingebildet? Niemand scheint ihr zu glauben, doch sie lässt nicht locker.

Ein spannender Thriller! Wenige Passagiere auf engem Raum inmitten der norwegischen Fjorde. Wem kann man trauen?

 

Empfehlung 2:

 

Rachel Joyce, Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Mister Frank hat eine besondere Gabe, er spürt, welche Musik seinen Kunden gut tut. Ende der 80er hat er einen Plattenladen in London, in einem heruntergekommenen Viertel. Investoren versuchen die Straße aufzukaufen, doch Frank und andere Ladenbesitzer kämpfen dagegen an. Frank ist ein freundlicher Mann, der vielen Menschen mit seiner Musik hilft. Sein Laden ist ein Treffpunkt, aber sein Job wird jeden Tag schwieriger. CD`s drängen auf den Musikmarkt, die LP soll abgelöst werden. Und dann ist da noch die Dame in Grün, Ilse aus Deutschland, in sie kann Frank einfach nicht hineinhören! Was ist mit seiner besonderen Gabe?

Ein sehr warmherziger Roman über Musik, die 80er mit schrulligen Typen, über Kampfgeist, Freundschaft und Liebe. Man muss kein Musikfan sein, um dieses Buch zu mögen!

 

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Brigitta Hömberg empfiehlt

 

Ellen Sandberg, Die Vergessenen

Der in München lebende Grieche Manolis Lefteris soll Akten aufspüren, die sich im Besitz einer alten Dame befinden. Nämlich Kathrin Mändler, die 1944 eine Stelle als Krankenschwester in der Klinik Winkelberg antritt. Dort trifft sie auf den angesehenen Arzt Karl Landmann, zu dem sie sich stark hingezogen fühlt. Erst allmählich erkennt sie, dass Landmann für die Ermordung behinderter und kranker Menschen unter dem Naziregime verantwortlich ist. Diesen Verbrechen ist auch Kathrins Nichte Vera auf der Spur. Die Journalistin erhofft sich mit dieser Story einen Karieresprung, denn der totgeglaubte Karl Landmann lebt noch.

Sehr spannender und abwechslungsreicher Krimi durch den Wechsel der Erzählebenen zwischen 1944 und 2013.

 

Empfehlung 2:

 

Daniel Kehlmann, Tyll

Kehlmanns neuestes Werk führt uns in den 30-jährigen Krieg. Der junge Müllerssohn Tyll Ulenspiegel verlässt seine Heimat, während sein Vater im Kerker auf seine Hinrichtung wegen Hexerei wartet. Als Gaukler zieht Tyll durch das verwüstete und karge Land und trifft dabei auf verschiedene Persönlichkeiten, vom Henker bis zum König. Das Leben ist hart und von Entbehrungen geprägt, aber Tyll verliert sein Lachen nicht.

Schon allein die Sprache macht dieses Buch äusserst lesenswert: weder altertümlich, noch modern, aber überaus beeindruckend.

 

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Melanie Hils empfiehlt:

 

Elisabeth Herrmann, Stimme der Toten

Die Tatort-Cleanerin Judith Kepler ist zurück. Sechs Jahre nach Erscheinen des ersten Teils, der Aufklärung ihrer wahren Identität und ihrer Vergangenheit in Sassnitz führt Judith nach wie vor ein eher isoliertes Leben. Ihr Job als Tatort-Cleanerin führt sie zu einem Todesfall in einer Berliner Bank. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich Judiths Leben drastisch. Unter Druck gesetzt soll sie in dieser Bank die Vorarbeiten für einen Hackerangriff leisten. Noch bevor sie einen klaren Gedanken fassen kann, ist sie in einem Netz aus Geheimdiensten, ihrer familiären Stasi-Vergangenheit und dunklen Machenschaften gefangen. Völlig erstarrt und emotional aus der Bahn geworfen kann sie sich all dem nicht entziehen als sie erfährt, wer ihr Auftraggeber ist....

Obwohl Teil 1 'Zeugin der Toten' schon sechs Jahre zurück liegt, taucht man sofort wieder in die Welt der Judith Kepler ein. Elisabeth Herrmann führt gekonnt in Themen wie Cyberkriminalität, Rechtradikalismus und Stasimachenschaften ein. Manipulation, Erpressung, Korruption - spannend und emotional packend geschrieben!

 

Empfehlung 2:

 

Deniz Selek, Die Frauen vom Meer

Ferah trifft eines Tages in einem Park ihren Vater wieder. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise durch ihre Familiengeschichte: Vier Frauen - vier Generationen - vier Neuanfänge in fremden Kulturen - verbunden durch ihre Liebe zum Meer!

Seza, eine Tatarin, flieht mit ihrem Onkel und ihrer Tante nach Rumänien, verliebt sich in einen türkischen Kapitän, der sie und ihre gemeinsame Tochter sitzen lässt. Voller Sehnsucht reist Seza mit ihrer Tochter in die Türkei, um ihn zu finden.

Ferah, Sezas Tochter, verbringt ihre Kindheit in Rumänien, findet ihre Wurzeln jedoch schnell in der Türkei. Sie heiratet, bekommt zwei Kinder und lebt in Istanbul.

Elisabeth, geboren während des zweiten Weltkriegs in Berlin, verliebt sich in Ferahs Sohn Haldun, der in Deutschland studiert. Aufgrund eines Jobangebots zieht sie mit ihm in die Türkei, wird dort aber nicht glücklich. Sie sehnt sich nach Deutschland, wohin sie mit Haldun und ihrer Tochter erleichtert zurückkehrt.

Ilayda, Elisabeths Tochter, die - im Gegensatz zu ihrer Mutter - durch und durch Türkin ist und sich in Deutschland nicht zurecht findet. Sie vermisst ihr Leben in Istanbul und ganz besonders ihre geliebte Großmutter Ferah.

Deniz Selek schreibt mit einer berührenden Leichtigkeit über kulturelle Unterschiede, informativ und einfühlsam zugleich. Eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich begeistert hat.

 

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Mira Böhmer empfiehlt:

 

Raquel J. Palacio, Wunder

Der 10jährige August ist mittlerweile an die Reaktionen der Menschen gewöhnt: Entsetzen, Angst, Abscheu. Durch einen seltenen Gen-Defekt ist sein Gesicht entstellt. Um ihn zu schützen, hat ihn seine Mutter bisher zu Hause unterrichtet. Aber nun soll er sich dem Leben stellen und erstmals eine öffentliche Schule besuchen. Obwohl die Lehrer sich dort sehr um seine Integration bemühen, bleibt er doch ein Einzelgänger und wird von den anderen Schülern gemieden. Nur zwei Kinder freunden sich schließlich mit ihm an und werden dadurch selbst zu Außenseitern.

Die Autorin schreibt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. So erfährt man nicht nur, wie August diese schmerzhaften Alltagserlebnisse empfindet, sondern auch, welche Zivilcourage es seine Freunde kostet, zu ihm zu stehen, und welche Belastung die familiäre Situation für seine Schwester bedeutet. Ein einfühlsames Buch über das Anderssein und über die Kraft, dieses Schicksal anzunehmen und über den Mut anderer, dieses zu akzeptieren. Der Roman erschien bereits 2013 als Jugendbuch, ist allerdings auch für Erwachsenen empfehlenswert. In diesem Januar kommt die Verfilmung in die Kinos.  

 

Empfehlung 2:

 

Jennifer Ryan, Der Frauenchor von Chilbury

Im Jahr 1940 ist der Krieg auch im kleinen Dorf Chilbury in England angekommen. Immer mehr Männer werden eingezogen, und die erstem Nachrichten über Gefallene treffen ein. Zurück bleiben die Frauen und Kinder, so dass der Vikar beschließt, den Gemeindechor aufgrund von Männermangel zu schließen. Doch dann verschlägt es die Londoner Musikprofessorin Primrose in das Dörfchen, die kurzerhand einen Frauenchor gründet. Ein Chor ohne Bässe und Tenöre? Zu den Zeiten ein Unding! Doch entgegen aller Vorurteile und Widerstände entwickelt sich durch die Musik eine wunderbare Gemeinschaft, die den Frauen Kraft und Selbstbewusstsein gibt.

Fünf ganz unterschiedliche Frauen und Mädchen erzählen jeweils aus ihrer Sicht die Geschichte. Wie der Krieg ihr Leben verändert, von Tod und Verlust, aber auch von Trost und Hoffnung, die ihnen die Musik gibt. Ein lesenswertes Romandebüt!

 

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