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Unsere Titel des Monats

 

Uta Deitenberg empfiehlt:

 

Anne Ostby, Zartbitter ist das Glück

Vor kurzem hat Kat ihren Mann Niklas bei einem Bootsunfall verloren. Sie stammt aus Norwegen und ist direkt nach dem Abitur mit Niklas um die ganze Welt gezogen. Auf den Fischis haben sie sich schließlich niedergelassen, bewirtschaften eine Kakaoplantage. Nach Niklas Tod lädt Kat, mittlerweile 66 Jahre alt, vier Schulfreundinnen ein, den Lebensabend auf ihrer Plantage zu verbringen. Nacheinander reisen tatsächlich alle an, jede bringt andere Sorgen mit. Sina, die immer Geldsorgen hatte, Maya leidet unter einer beginnenden Demenz, die korrekte Ingrid hat als Lehrerin gearbeitet und Lisbeth bricht aus einer unglücklichen Ehe aus. Können die Fünf sich zusammenraufen? Alte Wunden und Rivalitäten brechen aus, hat Kat sich zu viel zugemutet? Wie ist es ihr ergangen, sie war immer der Mittelpunkt der alten Clique. Können sie den Plan von eigener Schokolade verwirklichen?

Ein wunderschöner Roman, geschrieben in einer tollen Sprache, überhaupt nicht kitschig. Das Buch ist prall von Lebenserfahrung und überraschenden Begegnungen. Es ist im neuen Verlag 'Wunderraum' erschienen, einer kleinen Reihe von hochwertig ausgestatteten Büchern, mit Leinenrücken, Lesebändchen, bunten Vorsatzblättern.......einfach rundum gelungen!

 

Empfehlung 2:

 

Omar El Akkad, American War

Wir schreiben das Jahr 2070, Amerika befindet sich im 2. Bürgerkrieg. Der Süden hat sich abgespalten und wird immer häufiger von Naturkatastrophen heimgesucht. Ganze Landstriche sind von der Weltkarte gestrichen. In dieser Umgebung wächst die junge Sarat Chestnut mit ihrer Familie auf. Die Chestnuts leben in einer einfachen Behausung, sind auf Hilfslieferungen, unter anderem aus China, angewiesen. Nach dem Tod des Vaters muss die Familie flüchten und lebt sechs lange Jahre in einem Flüchtlingscamp. Hier wird Sarat zur Kämpferin, Südstaatenrebellin und Mörderin. Und sie will nur eins: Überleben in einer Welt der Drohnenangriffe, Selbstmordattentate, Folter und Naturkatastrophen.

Ein gewaltiger, düsterer Roman. Ich war direkt gefesselt! Eine schreckliche Vision der Nordamerikanischen Zukunft!

 

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Brigitta Hömberg empfiehlt

 

Carmen Korn, Zeiten des Aufbruchs

Mit dem 2. Teil der Jahrhundert-Trilogie führt uns die Autorin in die Nachkriegszeit. Das Wichtigste verrate ich zuerst: Natürlich finden sich Käthe und Henny wieder. Sehr mitreißend und ideenreich beschreibt Carmen Korn die Geschichte der vier Freundinnen von 1949 - 1969 weiter.

Beste Unterhaltung! Ich freue mich schon sehr auf die Autorenlesung mit Carmen Korn am 21.11.2017 im Ratssaal.

 

Empfehlung 2:

 

Kent Haruf, Unsere Seelen bei Nacht

Die 70-jährige Addie fragt eines Tages bei ihrem Nachbarn Louis an, ob er nicht gelegentlich bei ihr übernachten wolle. Louis ist natürlich vollkommen überrascht und zunächst skeptisch. Doch Addie erklärt, dass sie seit dem Tod ihres Mannes Probleme mit den Nächten habe. Sie sucht lediglich jemanden zum Reden, sonst kann sie nicht einschlafen. Louis, ebenfalls verwitwet, willigt ein. Nach anfänglichen Unsicherheiten werden die zwei immer vertrauter miteinander und verbringen so Nacht für Nacht damit, über ihr Leben zu erzählen. Die Menschen in der Kleinstadt Holt und auch Addie´s Sohn Gene haben allerdings wenig Verständnis für diese Beziehung und so kommt es zur Katastrophe.

Eine wunderschöne Geschichte über zwei mutige Menschen, die ihr spätes Glück finden, bei ihren Mitmenschen allerdings auf Argwohn und Missgunst treffen. Dank der klaren Sprache sind die knapp 200 Seiten viel zu schnell weggelesen.

 

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Melanie Hils empfiehlt:

 

Mark Lamprell, Via dell´Amore - Jede Liebe führt nach Rom

Alice bricht aus ihrem Leben in New York aus und reist nach Rom, um sich neu zu erfinden. Als schwarzes Schaf der Familie und in einer von ihrer Mutter arrangierten Beziehung lebend, darf sie ihre Talente nicht verwirklichen. In Rom trifft sie auf Gus.

Constance reist mit der Urne ihres verstorbenen Mannes in Begleitung ihrer Schwägerin Lizzie nach Rom, um seinen letzten Wunsch, seine Asche im Tiber zu verstreuen, zu erfüllen. Während Lizzie dieses Vorhaben zielstrebig angeht, verliert sich Constance in der Vergangenheit.

Meg und Alec verliebten sich einst in Rom und kommen nun als zerstrittenes Ehepaar dorthin zurück, um, wie Meg es nennt, eine Mission zu erfüllen. Können sie ihre gescheiterte Beziehung retten? Auf wundersame Weise und wie durch einen Zauber geleitet finden sich alle sechs letztendlich im selben Hotel wieder, ohne sich wirklich zu begegnen oder Notiz voneinander zu nehmen. Einzig eine blaue Fliese verbindet die drei Schicksale, von allem anderen ahnt niemand etwas.

Ein liebevoll geschriebener Roman, im Mittelpunkt drei Liebesgeschichten, die ineinander spielen, eine am Anfang, eine in der Mitte und eine am Ende des Lebens - und letzten Endes eine Liebeserklärung an die Stadt Rom. Ein Muss für alle, die der Magie der Stadt verfallen sind!

 

Empfehlung 2:

 

Nora Elias, Antonias Tochter

Köln 1945: Die verwitwete Antonia von Brelow flüchtet von Preußen nach Köln in die Villa zurück, in der sie vor Kriegsausbruch mit ihrem Mann gelebt hat. Dort hat sich zwischenzeitlich jedoch ihr berechnender und arroganter Schwager Richard niedergelassen, der Antonia und ihre kleine Tochter Marie nur widerwillig dort wohnen lässt. Antonia vermietet die restlichen noch bewohnbaren Zimmer, um für sich und Marie die Essensrationen aufzustocken und die notwendigen Kosten zu decken. Neben Antonia und Richard wohnen dort nun noch Katharina, die Krankenschwester, Elisabeth, eine gescheiterte Tänzerin, aber hart arbeitende Trümmerfrau, und Georg, der Arzt. Gemeinsam beißen sich die fünf durch die Wirren der Nachkriegszeit, trotzen Hunger, Kälte und vor allem den Traumata der Kriegserlebnisse. Insbesondere Antonia kämpft mit den unterdrückten Erinnerungen an ihre Flucht mit Marie. Doch trotz aller Widrigkeiten, Höhen und Tiefen findet jeder für sich seinen Frieden und ein Stück weit sein Glück. Keiner der fünf gibt den Glauben an eine bessere Zukunft auf.

Bewegend, aber keinesfalls beklemmend, lässt Nora Elias den Leser in ein Köln der Nachkriegszeit eintauchen. Ein wunderbarer Roman, absolut lesenswert!

 

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Mira Böhmer empfiehlt:

 

Leila Slimani, Dann schlaf auch du

Als die ehrgeizige Pariser Rechtsanwältin Myriam nach der Geburt ihres zweiten Kindes in ihren Beruf zurückkehren möchte, glaubt sie, mit der Nanny Louise das große Los gezogen zu haben. Beide Kinder sind sofort von ihren phantasievollen Geschichten und Erzählungen fasziniert, und wenn Myriam und ihr Mann Paul abends von der Arbeit nach Hause kommen, müssen sie sich nur noch in einer blitzsauberen Wohnung an den gedeckten Tisch setzen. Langsam und zunächst unbemerkt übernimmt Louise die Kontrolle über Haushalt und Familie und macht sich dort unentbehrlich. Paul und Myriam ignorieren die allmählich aufkommenden Zweifel und das Unbehagen über die Vereinnahmung durch das Kindermädchen, zu sehr haben sie sich mittlerweile an den Komfort im Alltag gewöhnt. Die Autorin lässt den Leser zwischenzeitlich in Louises Leben nach Feierabend blicken, über das ihre Arbeitgeber durch ihr Desinteresse so gut wie nichts wissen. Dort tun sich Abgründe auf, ein gescheitertes Leben kurz vor der völligen Vereinsamung. Louises Lebensmittelpunkt und Rettungsanker ist Myriams Familie. Und als diese ihr zu entgleiten droht, bahnt sich unaufhaltsam eine Tragödie an.

Leila Slimani hat ein beeindruckendes Buch geschrieben, das mit psychologisch scharfem Blick den Weg einer Frau in die soziale Isolation beschreibt. Spannend und verstörend.

 

Empfehlung 2:

 

Karen Dionne, Die Moortochter

Helena Pelletier lebt mit ihrer Familie zurückgezogen auf einer einsamen Peninsula in Michigan. Als sie in den Nachrichten von der Flucht eines Häftlings aus dem nahegelegenen Hochsicherheitsgefängnis hört, gerät ihr Leben aus den Fugen. Denn bei dem Mann handelt es sich um den sogenannten 'Moorkönig', ihren Vater. Zusammen mit ihm und ihrer Mutter hat Helena ihre Kindheit von der Außenwelt abgeschottet in einer Hütte im Moor verbracht. Für sie war ihr Vater ihr großes Vorbild, der ihr alle Fähigkeiten zum Überleben in der Natur beigebracht hat. Seine sadistischen Strafen und brutalen Übergriffe nimmt sie hin, da sie es ja nicht anders kennt. Als sie jedoch herausfindet, dass dieser Mann ihre Mutter vor Jahren entführt und in die Einsamkeit des Moores verschleppt hat, wagen beide Frauen die Flucht in die Freiheit. Helena weiß, dass nur sie in der Lage ist, ihren entflohenen Vater in der Wildnis aufzuspüren, da er sein Wissen über Fährtenlesen und Jagd mit ihr geteilt hat. Es beginnt eine Verfolgung auf Leben und Tod, während in Rückblenden Helenas Kindheit im Moor geschildert wird.

Spannend bis zur letzten Seite beschreibt die Autorin das beklemmende Zusammenleben dieser 'Familie' fernab der Zivilisation, in dem Mutter und Tochter auf Gedeih und Verderb den Launen eines Psychopathen ausgeliefert sind.

 

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